Von Erzherzog Rudolf bis Kaiserin Elisabeth

Alles begann mit Erzherzog Rudolf, Erzbischof von Olmütz, der als erster Habsburger zur Kur in Ischl weilte. Das Ende der k. u. k. Monarchie kündigte sich ebenfalls in Ischl an: In der Kaiservilla unterschrieb Kaiser Franz Joseph I. 1914 das Ultimatum an Serbien. Am nächsten Tag verließ er Ischl für immer. Der kleine Ort in idyllischer Lage an zwei Flüssen, umgeben von Hügeln und hohen Bergen, war unter Franz Joseph 66 Sommer lang das Machtzentrum der Donau-Doppelmonarchie. Hier verliebte sich der junge Kaiser in die 15-jährige bayerische Prinzessin Elisabeth, hier fühlten sich beide wohl und hier sahen sie sich zum letzten Mal. Der heutige Kurort Bad Ischl hat viel vom Charme dieser Zeit erhalten, nicht zuletzt wegen der Kaiservilla, die immer noch von Nachkommen des Kaiserpaares bewohnt ist. Der Teil des Hauses, in dem sie lebten, ist heute Museum am Fuße des Berges Jainzens, den „Sisi“ als geübte Bergsteigerin oft bestiegen hat. Auch ihr Teehaus im Park der Kaiservilla werden wir besuchen.

Copyright © Mechthild Lena Latzin, 2011