Dom St. Stephan

Der Steffl, das Wahrzeichen Wiens

Die Wiener nennen die Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien, die dem ersten christlichen Märtyrer, dem hl. Stephanus, geweiht ist, liebevoll Steffl. Der Stephansdom ist das bekannteste Wahrzeichen Wiens und gilt auch als Nationalheiligtum Österreichs. Die Kilometerzählung sämtlicher aus Wien führender Straßen beginnt unter dem 136,4 m hohen Südturm. Schließen Sie sich den rund drei Millionen Menschen an, die alljährlich den Dom besuchen, und lassen Sie sich durch die Baugeschichte von der Romanik über die Gotik bis zum Barock führen. Heidentürme, Riesentor, Kolomanstein, Fenstergucker, Hahn auf dem Dach, Dienstbotenmadonna, Zahnwehherrgott sind mit Legenden verbunden. Aber: St. Stephan ist vor allem ein Denkmal des Glaubens und so hoffe ich, dass ich Ihnen während unseres Rundganges um den Dom und im Inneren nicht nur viele Meisterwerke der Kunst zeigen kann, sondern dass Sie auch neue Kraft für Ihren Alltag mit nach Hause nehmen können. Bekrönender Abschluss könnte ein wunderbarer Blick über Wien nach einem Aufstieg über 343 Stufen bis zur Türmerstube im Südturm sein. Oder wenn Sie es bequemer haben wollen: mit dem Lift erreichen Sie am unvollendeteten Nordturm die Pummerin. Mit dem Geläut dieser größten Glocke Österreichs  beginnt für die Österreicher immer das Neue Jahr.

Von den Schweizer Grafen der Habsburg zu Königen und Kaisern des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation

Über 600 Jahre wurde Österreich von den Habsburgern regiert, meist von Wien aus. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1806 waren die Habsburger Herrscher mit einer kurzen Ausnahme immer gleichzeitig auch Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Lassen Sie sich an Orte führen, die untrennbar mit dieser Dynastie verbunden sind: Hofburg mit Kaiserappartements, Sisi-Museum und Silberkammer, Hofbibliothek, Schatzkammer, Augustinerkirche, Dom St. Stephan, Kaisergruft, Schloss, Park und Wagenburg Schönbrunn. Und was Kaisersemmel, Kaisermelange und Kaiserschmarrn sind, erfahren Sie auch, wenn Sie in die habsburgische Vergangenheit eintauchen.
Alle Gäste Wiens lieben Apfelstrudel. Aber wissen Sie auch, wie diese köstliche Mehlspeise hergestellt wird? Besuchen Sie mit mir das historische Gewölbe der Hofbackstube Schönbrunn und Sie erfahren bei der  „Strudelshow“ alle Geheimnisse und das Rezept für einen handgezogenen Wiener Apfelstrudel. Natürlich werden Sie ihn dann auch gleich zu einer Tasse Kaffee probieren. (www.cafe-wien.at).

Barocke Juwele in Wien

Nach der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken 1683 begann eine intensive Bautätigkeit: Teile der Hofburg, Schloss Schönbrunn, Kirchen, Adelspalais, Innenhöfe, Brunnen, der Prunksaal der Nationalbibliothek. Diese Bau- und Kunstwerke sind für immer mit den Namen ihrer Auftraggeber und Architekten, Bildhauer, Maler, Freskanten und Stukkateure verbunden – darunter Johann Bernhard Fischer von Erlach, Lucas von Hildebrandt, Paul und Peter Strudel, Raphael Donner, Johann Michael Rottmayr, Matthias Steinl, Andrea Pozzo. Am Ende unseres Spazierganges erwartet Sie nach der Fahrt mit dem Lift in die Kuppel der Karlskirche eine beeindruckende Sicht auf Wien.

Die Ringstraße – ein städtebauliches Gesamtkunstwerk

In den letzten sechzig Jahren der Habsburgerherrschaft entstand auf dem Gelände der Befestigungsanlagen rund um den alten Stadtkern ein Prachtboulevard mit Parkanlagen und offiziellen Gebäuden, wie Oper, Rathaus, Parlament, Universität, Museen, vielen Palais und noblen Mietshäusern - ein einzigartiges Ensemble im Stil des Historismus. Mit der Postsparkasse Otto Wagners im Jugendstil manifestiert sich aber auch an der Ringstraße der Weg in die Moderne. Erleben Sie in Ihrer Vorstellung den alltäglichen Ringstraßenkorso der vornehmen Wiener Gesellschaft der k. u. k. Zeit. In den Grünanlagen des Stadtparks, des Burggartens, am Heldenplatz, im Volksgarten und im Rathauspark sehen Sie Denkmäler berühmter Wiener und „Zugereister“ und erholen Sie sich im Schatten der Bäume für die nächste Etappe dieses ca. 6 km langen Spazierganges.

Secessionsstil - Jugendstil

Wegweisende Bauten von Otto Wagner wie die Postsparkasse, die Kirche am Steinhof, Wohnhäuser und die technischen Anlagen und Stationspavillons der Stadtbahn, der ersten „U-Bahn“ Wiens, stehen im Mittelpunkt dieser Führung. In Joseph Maria Olbrichs Secession mit dem berühmten Beethoven-Fries von Gustav Klimt fanden Architekten, Maler und Kunsthandwerker an der Wende zum 20. Jahrhundert ihre neue künstlerische Heimat. Als Gegner des allgegenwärtigen Historismus wiesen Joseph Olbrich, Otto Wagner, Carl Moll, Gustav Klimt, Egon Schiele, Josef Hoffmann, Kolo Moser mit ihren Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen im „Secessionsstil“ den Weg vom Historismus zur Moderne. Am Ende dieser Entwicklung stehen die eleganten, zweckmäßigen, ornamentlosen Entwürfe des Architekten Adolf Loos.

Spaziergänge für Musikliebhaber

Vivaldi, Gluck, Salieri, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Liszt, Brahms, Bruckner, Mahler, Lanner, die Strauß-Familie und viele andere Komponisten – einheimische und zugewanderte – schufen den Ruf Wiens als Weltmusikhauptstadt. Wir besuchen die Orte, wo sie lebten, komponierten und häufig selbst musizierten - Orte, die teilweise in Gedenkstätten verwandelt wurden -, aber auch wo sie ihre letzte Ruhe gefunden haben. Führungen in der Staatsoper, im Musikverein, im Museum für historische Musikinstrumente in der Neuen Hofburg, im Arnold Schönberg Center und im „Haus der Musik“ können ebenfalls gebucht werden.

Mozarts Jahre in Wien

Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte der berühmteste Sohn Salzburgs in Wien und schuf hier seine bekanntesten Kompositionen. Aber schon als Sechsjähriger musizierte er erstmals vor Maria Theresia im Schloss Schönbrunn. Unser Spaziergang führt uns vom Deutschordenshaus in der Singerstraße über den Graben zum Josephsplatz (Palais Pálffy und Nationalbibliothek), zur Hofburg, weiter zu den Palais Harrach und Kinsky auf der Freyung, über das Palais Collalto am Hof, zu St. Stephan, zum „Figaro-Haus“, dem Mozart-Museum in der Domgasse, bis zur Rauhensteingasse, wo dieses größte Genies der Musikgeschichte im Alter von 36 Jahre gestorben ist. Den musikalischen Rundgang lassen wir dort ausklingen, wo er selbst musiziert hat - im Café Frauenhuber in der Himmelfortgasse.

Beethoven in Wien und Umgebung

Kommen Sie mit mir zu einigen Stätten, die im Leben Ludwig van Beethovens wichtig waren. Als ganz junger Mann kam er aus Bonn nach Wien, um bei Haydn, Salieri und Albrechtsberger Unterricht zu nehmen. Er blieb für immer und wurde nach Haydn und Mozart zum Vollender der Wiener Klassik. Dieses unruhige Genie ist rund achtzig mal umgezogen. Einige dieser Originalwohnstätten sind noch erhalten. Bei unserem Spaziergang durch die Altstadt besuchen wir seine Wohnung im Pasqualatihaus auf der Mölkerbastei und sehen eine Reihe von Adelspalais, in denen er musiziert und dirigiert hat. Vom Frühling bis zum Herbst lebte er in Orten des Wienerwaldes. Die kaiserliche Sommerresidenz Baden, Mödling, die Dörfer Döbling, Heiligenstadt, Nußdorf sind eng mit seinem Schaffen verbunden. Seine Naturliebe spiegelt sich in vielen Werken wieder. Wir besuchen im Weinort Heiligenstadt das Haus, in dem er 1802 sein erschütterndes „Heiligenstädter Testament“ geschrieben hat.

 

Ist Wien ohne Kaffeehäuser denkbar?

„Im Kaffeehaus wurden literarische Schulen und Stile geboren und verworfen, vom Kaffeehaus nahmen neue Richtungen der Malerei, der Musik, der Architektur ihren Ausgang“ erklärt der Schriftsteller Friedrich Torberg in seinem „Traktat über das Wiener Kaffeehaus“.  Jedes Kaffeehaus hatte seine eigene, unverwechselbare, eifersüchtig gehütete Note und Atmosphäre. Entdecken Sie mit mir Reste dieser Kultur im Kaffeehaus und der Kaffeehauskultur in einigen der interessantesten Kaffeehäuser der Stadt. Ganz nebenbei lernen Sie den Unterschied zwischen „Braunem“, „Verlängertem“, „Melange“, „Einspänner“, „Kapuziner“, erfahren was ein „Schanigarten“ ist und verstehen, warum der Wiener ins Kaffeehaus geht, wenn er allein nicht allein sein möchte. Bis heute sind die Kaffeehäuser für die Wiener fester Bestandteil einer beliebten Tradition, deren Faszination sich auch Gäste aus dem In- und Ausland nicht verschließen können. Wie sagte der Schriftsteller Peter Altenberg, der das Café Central als seine Wohnadresse angab? „Du hast Sorgen, sei es diese, sei es jene… ins Kaffeehaus!“

Elisabeth - von der Prinzessin in Bayern zur Kaisern von Österreich

Wer kennt sie nicht: Elisabeth, eine der schönsten Frauen ihrer Zeit, als Sisi durch die Filme mit Romy Schneider in aller Welt bekannt geworden? Nach einer glücklichen Kindheit in Bayern wurde sie zu einer extravaganten, tief unglücklichen Frau, mit deren Schicksal sich unzählige Bücher beschäftigen. Besuchen Sie mit mir ihren Lebensweg in Wien und Umgebung. In der Augustinerkirche heiratete 1854 die sechzehnjährige Prinzessin Elisabeth ihren Cousin, den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. Die Flitterwochen verbrachte sie – die meiste Zeit allein, da der Kaiser jeden Tag zur Arbeit nach Wien fuhr – im Schloss Laxenburg südlich von Wien. Dort wurden auch zwei ihrer Kinder geboren. Wenn die Kaiserin nicht auf Reisen war, lebte sie im Winter in der Hofburg (Kaiserappartements und Sisi-Museum), in der schönen Jahreszeit im Schloss Schönbrunn oder in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten am Stadtrand von Wien. Nach ihrer Ermordung in Genf 1898 nahm sie ihren letzten Weg von St. Stephan zur Kapuzinergruft. 

Prinz Eugen, der „edle Ritter“

Er stammte aus französischen und savoyischen Adelsgeschlechtern, trat 18-jährig in die Dienste des Erzfeindes Frankreichs und stieg bald zum größten Feldherrn der österreichischen Monarchie auf. Als bedeutender Mäzen von Künstlern in der Barockzeit hat er uns in Wien sein Stadtpalais in der Himmelpfortgasse  und seine Gartenschlösser, das Untere und das Obere  Belvedere mit der barocken Gartenanlage, hinterlassen. Seine berühmte Bibliothek befindet sich im Prunksaal der Nationalbibliothek in der Hofburg. Als Feldherr hoch zu Pferde wurde er als Denkmal am Heldenplatz verewigt. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Kreuzkapelle in St. Stephan.

Einkaufen einst und Shopping heute

Ich führe Sie in der Innenstadt zu den k. und k. Hoflieferanten, die bis heute bestehen, und zeige Ihnen die besten Geschäftsadressen für Damen-, Herren- und Kindermode, Lederwaren, Schmuck, Porzellan, Geschenkartikel für Ihre Familie und Freunde daheim, Souvenirs…Und nicht zu vergessen unsere köstlichen österreichischen Delikatessen, deren hervorragende Qualität weltbekannt ist und die Sie zuerst in flüssiger oder fester Form auch selbst testen können.

Copyright © Mechthild Lena Latzin, 2011